Pius Parsch, St. Gertrud Altar, Taufbild

für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie Klosterneuburg

Sie sind hier

Home / Veranstaltungen / Rückschau Veranstaltungen

Rückschau auf bisherige Veranstaltungen

Offene Kirchen als Orte des Segens für alle Menschen.
Lange Nacht der Kirchen in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud

Am 24. Mai öffneten in ganz Österreich die Gotteshäuser eine Nacht lang ihre Pforten. Die Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud in Klosterneuburg war mit einem bunten musikalischen, politischen und spirituellen Programm wieder mit dabei.

„Heute brennen in rund 650 Kirchen in Österreich bis zur späten Nacht die Lichter und laden zur Begegnung ein. Im Rahmen von Gottesdiensten und Nachtgebeten werden oft Segen gespendet. Alle dürfen den Segen erfahren, der von diesen Gotteshäusern ausgeht. In dem Segen sprechen wir einander zu, was Gott uns zuspricht. Er sagt „Ja“ zu uns, zu unserem Leben. Diesen Segen müssen die TeilnehmerInnen der Langen Nacht der Kirchen auch nach dem heutigen besonderen Abend in ihren Alltag, in die Welt hinaustragen.“. Mit diesen Worten eröffnete Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher, Direktor des Pius-Parsch-Instituts, in seiner Predigt am letzten Freitag die Lange Nacht der Kirchen in der vollen St. Gertruds-Kirche und lud dazu ein, den besonderen Abend in der romanischen Kirche zu verbringen, die als „Wiege der volkliturgischen Bewegung” gilt.
Nach dem feierlichen Eröffnungsgottesdienst – der musikalisch durch das Ensemble der Johann Georg Albrechtsberger-Musikschule Klosterneuburg begleitet wurde – konnten die Besucher an einer interessanten Podiumsdiskussion zum Leitthema „30 Jahre danach! - Kommen Mauern wieder?” teilnehmen. Die Wiener Pastoraltheologin Assoz.-Prof. Dr. Regina Polak und der EU-Politiker, Dr. Othmar Karas diskutierten über die Aufarbeitung der Vergangenheit und die Zukunft Europas 30 Jahre nach dem Mauerfall und dem Fall des Eisernen Vorhangs. Prof. Polak betonte u.a. den engen Zusammenhang zwischen Wertehaltung der Bevölkerung und politischen Diskursen, den auch die Ergebnisse der Europäischen Wertestudie beweisen. „Eine der wichtigsten Aufgaben der Politik in Europa wäre es, für die Menschen Möglichkeiten der Begegnung über die Grenzen hinweg zu schaffen”- forderte auch Dr. Karas.
Neben einem stimmungsvollen Konzert des Jugendorchesters „Junior Winds“ der Albrechtsberger Musikschule konnten die BesucherInnen des Abends die Diskussion im Freien weiterführen, und später im Rahmen einer  interessanten Kirchenführung mehr über die Geschichte und liturgische Bedeutung der Pius-Parsch-Kirche erfahren. Bei der Turmbesteigung genossen Groß und Klein den wunderschönen Blick auf das nächtliche Klosterneuburg.
Die Pfadfindergruppe Klosterneuburg 1 bereitete bei Lagerfeuer allen Gästen ein gemütliches Beisammensein und die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch über den reichhaltigen Abend an einem besonderen Ort.
Mit einem Nachtgebet mit Psalmen sowie Liedern und Spendung des Einzelsegens endete die „Lange Nacht“ in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud – verbunden mit der Einladung an alle Besucher zur Monatsmesse, die regelmäßig am ersten Samstag des Monats stattfindet.
 

„Liturgie ist gefeierter Glaube“
Das erste „Liturgieforum Klosterneuburg“ mit großem Erfolg gestartet

Im Rahmen des ersten „Liturgieforums Klosterneuburg“ sprach der Direktor des Pius-Parsch-Instituts, Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher, über die aktuelle liturgische Frage unserer Zeit: „Braucht der Glaube Gottesdienst?“.

Am 25. April startete im vollen Chorsaal des Stifts Klosterneuburg eine neue Reihe liturgischer Bildungsveranstaltung: das „Liturgieforum Klosterneuburg“. Viele liturgisch Interessierte - unter ihnen ReligionslehrerInnen und PastoralassistentInnen - sind der Einladung  des Pius-Parsch-Instituts und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg gefolgt, um über das heutige Verhältnis zwischen Glauben und Gottesdienst zu diskutieren.

„Im Ausdruck der gottesdienstlichen Feier realisieren wir unseren Glauben“, sagte Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher in seinem einführenden Referat. „Liturgie ist kein Brauchtumsgeschehen, sie ist gefeierter Glaube. Gott macht sich in der Liturgie hörbar, verstehbar, handelt an uns und verwandelt unser Leben“. Der Abend endete mit einer lebhaften Diskussion und Erfahrungsaustausch über brennende Fragestellungen der Liturgie.

Das „Liturgieforum Klosterneuburg“ ist eine neue Reihe liturgischer Bildungsveranstaltungen. Der Abend soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den heute aktuellen Fragen zum Gottesdienst der Kirche konfrontieren und zur Diskussion einladen. Die zweite Veranstaltung der Reihe mit dem Thema: „Heilige Zeichen - Heilige Zeiten“ findet voraussichtlich im November 2019 im Stift Klosterneuburg statt.

 

15 Jahre Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft:
Jubiläumsfeier mit Vortragsabend über „Kirche im Krieg“
 

Die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg feierte am 23. Jänner 2019 ihr 15-jähriges Jubiläumsfest mit zahlreichen Ehrungen und einem Vortragsabend mit Militärbischof Dr. Werner Freistetter über Kirche, Liturgiereform und das Kriegstagebuch von Pius Parsch.

Die Festveranstaltung zum 15-jährigen Jubiläum am 23. Jänner 2019 im Augustinussaal des Stifts Klosterneuburg begann mit der Generalversammlung. Im deren Rahmen würdigten prominente Persönlichkeiten die Bedeutung des Pius-Parsch-Instituts für Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft. „Es trägt wesentlich bei, dass die Kirche lebendig und verständlich bleibt“- betonte Vizepräsident Paul Provaznik. Irmengard Thanhoffer, stellvertretende Vorsitzende des pastoralen Vikariatsrates des Vikariats Stadt Wien, plädierte in ihrer Ansprache für eine Fortführung der liturgischen Erneuerung: „Es ist eine große Sehnsucht bei den Gläubigen nach lebendiger Liturgie vorhanden. Das II. Vatikanische Konzil muss daher weitergedacht werden. Wir nehmen dieses Erbe ernst und tragen diesen Auftrag in den verschiedenen Tätigkeiten würdig und lebendig weiter“. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die zehn Gründungsmitglieder der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft für ihre 15-jährige Mitgliedschaft geehrt. Direktionsrat Stephan Mangi, ihr jahrelanger Schatzmeister, wurde für seine Verdienste mit dem Leopoldskreuz, dem Orden des Stiftes Klosterneuburg gewürdigt.

Den öffentlichen – mit dem Kath. Bildungswerk Wien gemeinsam ausgerichteten Teil der Jahresversammlung bildete ein Vortragsabend zum Thema „Kirche im Krieg“ ein. Der Hauptreferent, Militärbischof Dr. Werner Freistetter, sprach über die katholische Militärseelsorge und Liturgie im Ersten Weltkrieg.  Anschließend stellte Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher als Direktor des Pius-Parsch-Instituts das Forschungsprojekt „Kriegstagebuch von Pius Parsch 1915-1918“ vor: „Die ersten konkreten Impulse der Volksliturgischen Bewegung sind im 6 Bände umfassenden Kriegstagebuch von Pius Parsch zu entdecken“.

Der Abend endete mit einer lebhaften Diskussion über Kirche und Liturgie in Zeiten des Krieges und über den Auftrag des „Friedensprojekts Europa“.

 

Erfolgreiches Benefizkonzert "Abendmusik vor dem Albrechstaltar"

Am Samstag, den 6.Oktober 2018 fand in der vollen Sebastianikapelle des Stiftes das alljährliche Benefizkonzert "Abendmusik vor dem Albrechtsaltar“ in der Organisation der "Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg“ und des Stiftes Klosterneuburg statt.
Die J.G. Albrechtsberger-Musikschule Klosterneuburg gestaltete den Abend mit Werken u.a. von Händel, Brahms und Mendelssohn-Bartholdy und lieferte einen beeindruckenden Beweis der Bandbreite und Vielseitigkeit ihrer jungen Talente. Ein rundum gelungener Abend, der bei einem reichen Erntedankbuffet einen geselligen Ausklang fand.

Der Reinerlös des Konzerts wird für die Aufrechterhaltung und den Ausbau der Projekte des Pius-Parsch-Instituts verwendet.

 

Faszination Liturgie: 3. liturgiewissenschaftliches Symposion sowie 40. Priesterjubiläum und 65. Geburtstag von Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher Can.Reg.

Vom 2. bis 4. März 2018 stand das Stift Klosterneuburg ganz im Zeichen der liturgiewissenschaftlichen Forschung und liturgischen Feier. Namhafte theologische Experten und kirchliche Vertreter sind nach Klosterneuburg gekommen, unter ihnen Bischof Dr. Alois Schwarz und Nuntius Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, um sich im Rahmen des Dritten Liturgiewissenschaftlichen Symposions in Klosterneuburg über „die Liturgie als Anfang und Mitte der Theologie“ auszutauschen. Auch das 40. Priesterjubiläum und der 65. Geburtstag des Liturgiewissenschaftlers und Augustiner-Chorherren Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher wurde im Rahmen eines akademischen Festaktes gefeiert.

Die Veranstalter der Tagung waren die Theologische Fakultät Vallendar und das Pius-Parsch-Institut Klosterneuburg. Zum Abschluss und anlässlich seines 40. Priesterjubiläums feierte am Sonntag, den 4. März, Andreas Redtenbacher mit Propst Bernhard Backovsky und Weihbischof Helmut Krätzl eine Festmesse in der Stiftsbasilika. Die Predigt hielt der Liturgiereferent der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner OFM.

Nach dem Gottesdienst fand im Augustinussaal des Stiftes der akademische Festakt zur Übergabe der Festschrift für Andreas Redtenbacher anlässlich seines 40. Priesterjubiläums und 65. Geburtstags statt. Redner waren Univ.-Prof. Dr. Pacik, Bischof Krätzl, Propst Backovsky, Superintendent Horn (Evangelische Kirche A.B.), P. Winfried Bachler OSB (Österreichisches Liturgisches Institut) und Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager (Klosterneuburg). Im Rahmen des Festaktes überreichte die Dekanin der Theologischen Fakultät Vallendar, Univ.-Prof. Margareta Gruber, dem Jubilar die Festschrift: „Glauben feiern – Liturgie im Leben der Christen. Festschrift
für Andreas Redtenbacher“.
Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung war das bewegende Lebens- und Glaubenszeugnis von Univ.-Prof. Andreas Redtenbacher.

 

Liturgie, Sakramente und menschliche Entwicklung
 

Das Stift Klosterneuburg, das Katholische Bildungswerk der Erzdiözese Wien und die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg luden am 24. Jänner 2018 zu einem interessanten Vortrag mit dem Titel „Liturgie, Sakramente und die menschliche Entwicklung“ ein.

Am Anfang der Veranstaltung wurden 5 Mitglieder der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg für ihre 10-jährigen Mitgliedschaften mit dem Leopoldipfennig in Bronze geehrt. Die Gesellschaft bietet seit 2004 spirituelle Orientierung ebenso wie theologisch-liturgiewissenschaftliche Bildung, zeitgemäße kulturelle Angebote und ein Netzwerk für Information für liturgisch Interessierte.

Referent des Abends war der Arzt und Moraltheologe Ao. Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck von der Universität Wien. „Die Kirche muss bei den Menschen ansetzen. Gottesdienst und Liturgie bedeutet Menschendienst. Gott will uns dienen“, sagte Prof. Beck in seinem Vortrag.  Genauso hat er die Rolle des Heiligen, des heilenden Geistes in der Liturgie betont und auf die existenzielle und befreiende Dimension der Sakramente, so auch der Eucharistie in der Entwicklung des Menschen hingewiesen: „Es ist die Stunde der Spiritualität. Das Christentum ist eine heilende Religion und die Liturgie und Sakramente sind Heilmittel“.

Die Festveranstaltung im Augustinussaal des Stiftes stand unter der Moderation des Direktors des Pius-Parsch-Instituts Klosterneuburg Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher.

 

Klosterneuburg: Pius-Parsch-Preis 2017 vergeben

Am 3. Dezember 2017 überreichte der Propst des Stiftes Klosterneuburg, Bernhard Backovsky, in der Klosterneuburger Kirche St. Gertrud an zwei junge Nachwuchswissenschaftler den international anerkannten „Pius-Parsch-Preis“ für herausragende liturgiewissenschaftliche Forschungen.

Der Preis, der alle 2 Jahre von einer internationalen Jury ausgelobt wird, ging diesmal an den Univ. Assistenten Christian Stoll von der Universität Wien für seine Dissertation „Die Öffentlichkeit der Christus-Krise bei Erik Peterson“ und an den Pfarrer von Wien - Ober St. Veit Andreas Kaiser für die Dissertation „Das lateinisch-deutsche Altarmessbuch (1965). Der vergessene Schritt zur Umsetzung der Liturgiereform“. Die Feier im Anschluss an die Gedenkmesse zur Verabschiedung der epochemachenden Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils am 4. Dezember 1963 erinnerte an die weltweite Erneuerung des katholischen Gottesdienstes, die wesentlich durch die „Volksliturgische Bewegung“ vom Stift Klosterneuburg mit dem Augustiner-Chorherren Pius Parsch beeinflusst war.

Die Preisverleihung vor einer übervollen Kirche fand in Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Christoph Kaufmann in Vertretung der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und des Klosterneuburger Bürgermeisters Stefan Schmuckenschlager statt, die Laudatio der beiden Preisträger erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Jan-Heiner Tück, von der Theologischen Fakultät der Wiener Universität.

„Dieser Abend ist der Abend der Freude und der Danksagung. Eine Danksagung, weil es immer wieder neue Wissenschaftler gibt, die den Inhalt der Liturgischen Bewegung und der Liturgiekonstitution weiterführen“, sagte Propst Bernhard Backovsky bei der Preisübergabe. Landtagsabgeordneter Christoph Kaufmann hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Pius-Parsch-Instituts für den Wissenschafts-Standort Niederösterreich hervor.

Der mit 6.000 Euro dotierte Preis wird durch die „Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg“ ausgeschrieben und vom Land Niederösterreich gefördert. Er zählt zu den renommiertesten theologischen Forschungspreisen im deutschen Sprachraum mit dem Schwerpunkt Liturgie.

 

Nuntius Zurbriggen empfängt die Mitarbeiter des Pius-Parsch-Instituts

Am 28. April 2017 empfing der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, die Leitung des Pius-Parsch-Instituts und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg in den Räumen der Wiener Nuntiatur, um sich über die Tätigkeit und den wissenschaftlichen Output des Instituts zu informieren. Erzbischof Zurbriggen führte durch sein Haus und erklärte die Geschichte der Nuntiatur. Liturgisch zeigte er sich ganz auf der Linie von Pius Parsch und der Liturgiereform des Konzils und interessierte sich vor allem für die zahlreichen Publikationen des Instituts. Er erkundigte sich detailliert über viele Aspekte der Arbeit und lobte die engagierte und effektive Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Abschließend ermutigte er die Teilnehmer, mit demselben Elan auf diesem guten Weg weiterzugehen.

Foto: Im Bild die Teilnehmer des Gesprächs, v.li.n.re.: Wiss. Assistentin Edina Kiss; Univ. Prof. Dr. Rudolf Pacik; Institutsleiter Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher CanReg; Nuntius Erzbischof Dr. Stephan Zurbriggen; Wiss. Assistentin Lea Lerch; Bez.-Rat Walter Bergolth (Kuratorium); Vizepräsident Paul Provaznik (Kuratorium).