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Rückschau auf bisherige Veranstaltungen

„Die Liturgie muss näher zu den Gemeinden kommen“
Jahresversammlung der  LWG mit Vortragsabend über die Rettung lebendiger Liturgiegemeinden in pastoralen Großräumen

Die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg (LWG) trat am 30. Jänner 2020 zur 17. Jahresversammlung zusammen zu einem Vortrag mit Diskussion über die gegenwärtige und zukünftige Situation unserer Liturgiegemeinden. Es sprachen Altpropst Maximilian Fürnsinn und Weihbischof Anton Leichtfried.

Im ersten – vereinsinternen - Teil der Veranstaltung erfolgte auch die Neuwahl des Kuratoriums und die Ordensverleihung an langjährige Mitarbeiter der über 200 Mitglieder zählenden Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft.

Im öffentlichen Teil des Abends luden das Stift Klosterneuburg, das Katholische Bildungswerk der Erzdiözese Wien und die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft zu einem Vortragsabend mit Altpropst Maximilian Fürnsinn CanReg (Herzogenburg) zum Thema „Wie retten wir lebendige Liturgiegemeinden in pastoralen Großräumen?“ ein. „Wir brauchen in der Kirche gute Menschen, keine Bürokraten, die das Wort so lebendig und mit Feuer verkündigen, dass es den Menschen berührt und erschüttert. Die Liturgie muss näher zu den Gemeinden, zu den Menschen kommen“, betonte Prälat Fürnsinn. Genauso wichtig seien die Leitung und die Mitwirkenden, aber auch der Musik in der Liturgie: „Liturgie muss gemeinschaftlich getragen werden. In der kollektiven Feier der Liturgie wird Gemeinschaft anders erfahrbar: Der Mensch ist nicht allein“.

Der Abend endete mit einer vertiefenden und anregenden Podiumsdiskussion mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfried, Liturgiereferent der Bischofskonferenz mit Prälat Maximilian Fürnsinn und Univ. Prof. Dr. Andreas Redtenbacher, dem Direktor des Pius-Parsch-Instituts über Probleme und Lösungsvorschläge für die Zukunft der Gemeinden, die Liturgie betreffend. „Wir müssen nicht vom Alten, sondern vom Neuen her denken und müssen uns immer vor Augen halten, wofür Kirche insgesamt da ist“, lautete das Fazit der Veranstaltung.

 

Ökumenegottesdienst in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud mit hochrangigen Vertretern christlicher Kirchen

Am 25. Jänner 2020 fand in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud in Klosterneuburg im Rahmen der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen ein ökumenischer Gottesdienst statt. Unter dem Motto „Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ (Apg 28,2) sind hochrangige Kirchenvertretern der christlichen Kirchen zusammengekommen, um mit der versammelten ökumenischen Gemeinde Gottesdienst zu feiern.
Ein wichtiger Hintergrund für die Ökumeneveranstaltung waren die neuen Ergebnisse der Parsch-Forschung, die klar gezeigt haben, das der Klosterneuburger Chorherr und Litugriepionier Pius Parsch (1884 – 1954) sich gezielt und persönlich für die Ökumene eingesetzt hat.

Das ökumenische Anliegen von Parsch soll in der Zukunft durch ökumenische Gottesdienste in der St. Gertrud Kirche regelmäßig aufgegriffen werden.

Auf dem Foto v.l.n.r.:
Abtpräses em. Mag. Christian Haidinger OSB (röm.kath.); Bischof Dr. Heinz Lederleitner (altkath.); Superintendent i.R. Mag. Werner Horn (ev. A.B.); Bischof Anba Gabriel (kopt. orth.)
 

 

Klosterneuburg feiert die Liturgiekonstitution
Festgottesdienst und Verleihung des „Pius-Parsch-Preises 2019“

Der vom Pius-Parsch-Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg heuer zum sechsten Mal ausgeschriebene Pius-Parsch-Preis wurde von einer internationalen Jury dem Eichstätter Diözesanpriester Dr. habil. Marco Benini zuerkannt und im Rahmen des jährlichen Gedenkgottesdienstes anlässlich des Jahresgedenkens der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils am 7. Dezember 2019 in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud Klosterneuburg verliehen.

Am 4. Dezember 1963 wurde während des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) in Rom die epochemachende Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilum“ von der überwältigenden Mehrheit der Konzilsväter beschlossen. Wichtiger Wegbereiter der Reform war der Klosterneuburger Chorherr Pius Parsch mit seiner „Volksliturgischen Bewegung“, die von hier aus die Weltkirche erfasst hat. Aus diesem Anlass feierte Propst Bernhard Backovsky (Stift Klosterneuburg) mit Univ.-Prof. Dr. Jürgen Bärsch (Eichstätt-Ingolstadt), Dr. habil. Marco Benini (Washington), Doz. P. Dr. Johannes Paul Chavanne OCist (Heiligenkreuz), Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher (Klosterneuburg) und ehem. Generalvikar Isidor Vollnhals (Eichstätt-Ingolstadt) in Anwesenheit von Stadtrat Mag. Konrad Eckl (Klosterneuburg) am Samstag, den 7. Dezember 2019 in der Pius-Parsch Kirche St. Gertrud, am Vorabend des Hochfestes Mariä Empfängnis einen Festgottesdienst. St. Gertrud wurde unter Parsch zur weltweit bekannten „Wiege der Volksliturgischen Bewegung“, hier ist der Chorherr auch bestattet.

Nach dem Gottesdienst überreichte Propst Backovsky den „Pius-Parsch-Preis 2019“ an Dr. habil. Marco Benini, der für seine Habilitationsschrift „Liturgische Bibelhermeneutik. Die Heilige Schrift im Horizont des Gottesdienstes“ ausgezeichnet wurde. Dr. Benini, der deutsch-italienischer Herkunft ist, lehrt derzeit als Gastprofessor an der Catholic University of America in Washington, D.C. das Fach Liturgiewissenschaft.

„Was Pius Parsch mit seiner Volksliturgie eröffnet hat, nämlich, dass der Gottesdienst der Kirche in der Bibel gründet und die Liturgie gleichzeitig immer zur Bibel führt, wird in der Arbeit von Dr. Benini theologisch weiter vertieft “, sagte in seiner Laudatio der Liturgiewissenschaftler, Prodekan Univ.-Prof. Dr. Jürgen Bärsch von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Der mit 6.000 € dotierte und international renommierte Pius-Parsch-Preis ist die höchstdotierte liturgiewissenschaftliche Auszeichnung im deutschen Sprachraum. Die Stiftungsintention des seit 2009 im Zweijahresrhythmus ausgelobten Preises ist es, Nachwuchswissenschaftler zu fördern, theologische Forschungsthemen im Geist von Pius Parsch voranzutreiben, sowie liturgiewissenschaftliche Exzellenz anzuregen. Die nächste Ausschreibung erfolgt im Jahr 2021.

Die Laudatio von Univ.-Prof. Dr. Jürgen Bärsch kann hier heruntergeladen werden:
<< Laudatio zur Verleihung des Pius-Parsch-Preises an Prof. Dr. Marco Benini >>

 

„Feste sind Gipfelerlebnisse unseres Glaubens“
Buchpräsentation: Freude am Leben. Feste feiern im Kirchenjahr
 

Der 8. Band der Reihe „Schriften des Pius Parsch Instituts Klosterneuburg“ mit dem Titel „Freude am Leben. Feste feiern im Kirchenjahr“ ist mit einem Vorwort von Helmut Krätzl, em. Weihbischof von Wien, vor Kurzem erschienen. Der Autor, Mag. Johannes Kittler CanReg, Augustiner-Chorherr des Stifts Klosterneuburg, stellte sein Buch am Donnerstag, 21. November 2019, in der Tyrolia Buchhandlung Wien vor.

Der Andrang war groß: Rund 80 Gäste tummelten sich im Verkaufsraum der Tyrolia Buchhandlung am Stephansplatz. Geschäftsführer Werner Riedmüller und Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher, Direktor des Pius-Parsch-Instituts und Herausgeber der Reihe „Schriften des Pius Parsch Instituts Klosterneuburg“, eröffneten mit ihren Grußworten die Veranstaltung. Moderiert wurde der Abend von Mag. Andrea Harringer (Der SONNTAG).

„Feste sind Gipfelerlebnisse, Höhepunkte unseres Glaubens!“ antwortete der Autor des Buches auf die Frage, was Feste für ihn bedeuten. „Oben hat man einen größeren Horizont aufs Leben. Feste sind für mich ´Hoch-Zeiten´: Wenn ich wieder unten im Tal bin, kann ich mich an diese Zeiten erinnern und davon Kraft tanken“. Feste feiern kann man am besten lernen, in dem man Feste mitfeiert. Aber nur, wenn wir offen dafür sind, was gefeiert wird. Sonst entgehen uns die Bedeutung und der Zauber des Festes. Herr Kittler verwies aber auch auf die Gefahr, die das Feiern „falsch“ machen kann: Wenn wir die Feste mit unseren viel zu hohen Erwartungen überfrachten, zum Beispiel in der Hektik der Vorbereitung.

Auch Helmut Krätzl, em. Weihbischof von Wien, hat den Abend mit seiner Anwesenheit geehrt. „Das Buch ´Freude am Leben´ bietet eine Fülle von Denkanstößen zum besseren Verständnis der Liturgie. Es geht um die tiefe Bedeutung der einzelnen Feste, aber auch um historische Bezüge und den Wandel im Laufe der Geschichte. Es geht um das Feiern, das Freude am Leben schafft“, empfahl der Bischof das Buch. Nach der Podiumsdiskussion stellte er sich zusammen mit dem Autor für eine Signierstunde zur Verfügung, während das Publikum bei Brot und Wein Gelegenheit zum Austausch erhielt.

Zu Ende der Veranstaltung wurde Herr Kittler gefragt, was er seinen Lesern und Leserinnen wünsche: „Ich würde mich freuen, wenn es Ihnen eine Freude macht, das Buch zu lesen. Und Freude macht Feste zu feiern, auch wenn es manchmal mühevoll ist, lohnt es sich trotzdem. Bei Festen kann man insbesondere Lebens-Sinn spüren.“

 

Gelungenes Benefizkonzert: Abendmusik vor dem Albrechtsaltar

Am Samstag, den 5. Oktober 2019, fand in der vollen Sebastianikapelle des Stiftes das alljährliche Benefizkonzert "Abendmusik vor dem Albrechtsaltar“ in der Organisation der "Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg“ und des Stiftes Klosterneuburg statt.

Die J.G. Albrechtsberger-Musikschule Klosterneuburg gestaltete den Abend mit Werken u.a. von J. Baston, G. Sammartini bzw. Frescobaldi und lieferte einen beeindruckenden Beweis der Bandbreite und Vielseitigkeit ihrer jungen Talente.
Auch Prälat Maximilian J. Fürnsinn CanReg, em. Propst des Stifts Herzogenburg, beehrte das Konzert mit seiner Anwesenheit, nachdem er in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud die Erntedankmesse gefeiert hatte.
Ein rundum gelungener Abend, der bei einem reichen Erntedankbuffet einen geselligen Ausklang fand. Der Reinerlös des Konzerts wird für die Aufrechterhaltung und den Ausbau der Projekte des Pius-Parsch-Instituts verwendet.

 

Offene Kirchen als Orte des Segens für alle Menschen.
Lange Nacht der Kirchen in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud

Am 24. Mai öffneten in ganz Österreich die Gotteshäuser eine Nacht lang ihre Pforten. Die Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud in Klosterneuburg war mit einem bunten musikalischen, politischen und spirituellen Programm wieder mit dabei.

„Heute brennen in rund 650 Kirchen in Österreich bis zur späten Nacht die Lichter und laden zur Begegnung ein. Im Rahmen von Gottesdiensten und Nachtgebeten werden oft Segen gespendet. Alle dürfen den Segen erfahren, der von diesen Gotteshäusern ausgeht. In dem Segen sprechen wir einander zu, was Gott uns zuspricht. Er sagt „Ja“ zu uns, zu unserem Leben. Diesen Segen müssen die TeilnehmerInnen der Langen Nacht der Kirchen auch nach dem heutigen besonderen Abend in ihren Alltag, in die Welt hinaustragen.“. Mit diesen Worten eröffnete Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher, Direktor des Pius-Parsch-Instituts, in seiner Predigt am letzten Freitag die Lange Nacht der Kirchen in der vollen St. Gertruds-Kirche und lud dazu ein, den besonderen Abend in der romanischen Kirche zu verbringen, die als „Wiege der volkliturgischen Bewegung” gilt.
Nach dem feierlichen Eröffnungsgottesdienst – der musikalisch durch das Ensemble der Johann Georg Albrechtsberger-Musikschule Klosterneuburg begleitet wurde – konnten die Besucher an einer interessanten Podiumsdiskussion zum Leitthema „30 Jahre danach! - Kommen Mauern wieder?” teilnehmen. Die Wiener Pastoraltheologin Assoz.-Prof. Dr. Regina Polak und der EU-Politiker, Dr. Othmar Karas diskutierten über die Aufarbeitung der Vergangenheit und die Zukunft Europas 30 Jahre nach dem Mauerfall und dem Fall des Eisernen Vorhangs. Prof. Polak betonte u.a. den engen Zusammenhang zwischen Wertehaltung der Bevölkerung und politischen Diskursen, den auch die Ergebnisse der Europäischen Wertestudie beweisen. „Eine der wichtigsten Aufgaben der Politik in Europa wäre es, für die Menschen Möglichkeiten der Begegnung über die Grenzen hinweg zu schaffen”- forderte auch Dr. Karas.
Neben einem stimmungsvollen Konzert des Jugendorchesters „Junior Winds“ der Albrechtsberger Musikschule konnten die BesucherInnen des Abends die Diskussion im Freien weiterführen, und später im Rahmen einer  interessanten Kirchenführung mehr über die Geschichte und liturgische Bedeutung der Pius-Parsch-Kirche erfahren. Bei der Turmbesteigung genossen Groß und Klein den wunderschönen Blick auf das nächtliche Klosterneuburg.
Die Pfadfindergruppe Klosterneuburg 1 bereitete bei Lagerfeuer allen Gästen ein gemütliches Beisammensein und die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch über den reichhaltigen Abend an einem besonderen Ort.
Mit einem Nachtgebet mit Psalmen sowie Liedern und Spendung des Einzelsegens endete die „Lange Nacht“ in der Pius-Parsch-Kirche St. Gertrud – verbunden mit der Einladung an alle Besucher zur Monatsmesse, die regelmäßig am ersten Samstag des Monats stattfindet.
 

„Liturgie ist gefeierter Glaube“
Das erste „Liturgieforum Klosterneuburg“ mit großem Erfolg gestartet

Im Rahmen des ersten „Liturgieforums Klosterneuburg“ sprach der Direktor des Pius-Parsch-Instituts, Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher, über die aktuelle liturgische Frage unserer Zeit: „Braucht der Glaube Gottesdienst?“.

Am 25. April 2019 startete im vollen Chorsaal des Stifts Klosterneuburg eine neue Reihe liturgischer Bildungsveranstaltung: das „Liturgieforum Klosterneuburg“. Viele liturgisch Interessierte - unter ihnen ReligionslehrerInnen und PastoralassistentInnen - sind der Einladung  des Pius-Parsch-Instituts und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg gefolgt, um über das heutige Verhältnis zwischen Glauben und Gottesdienst zu diskutieren.

„Im Ausdruck der gottesdienstlichen Feier realisieren wir unseren Glauben“, sagte Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher in seinem einführenden Referat. „Liturgie ist kein Brauchtumsgeschehen, sie ist gefeierter Glaube. Gott macht sich in der Liturgie hörbar, verstehbar, handelt an uns und verwandelt unser Leben“. Der Abend endete mit einer lebhaften Diskussion und Erfahrungsaustausch über brennende Fragestellungen der Liturgie.

Das „Liturgieforum Klosterneuburg“ ist eine neue Reihe liturgischer Bildungsveranstaltungen. Der Abend soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den heute aktuellen Fragen zum Gottesdienst der Kirche konfrontieren und zur Diskussion einladen. Die nächste Veranstaltung der Reihe findet voraussichtlich im April 2020 im Stift Klosterneuburg statt.

 

15 Jahre Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft:
Jubiläumsfeier mit Vortragsabend über „Kirche im Krieg“

Die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg feierte am 23. Jänner 2019 ihr 15-jähriges Jubiläumsfest mit zahlreichen Ehrungen und einem Vortragsabend mit Militärbischof Dr. Werner Freistetter über Kirche, Liturgiereform und das Kriegstagebuch von Pius Parsch.

Die Festveranstaltung zum 15-jährigen Jubiläum am 23. Jänner 2019 im Augustinussaal des Stifts Klosterneuburg begann mit der Generalversammlung. Im deren Rahmen würdigten prominente Persönlichkeiten die Bedeutung des Pius-Parsch-Instituts für Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft. „Es trägt wesentlich bei, dass die Kirche lebendig und verständlich bleibt“- betonte Vizepräsident Paul Provaznik. Irmengard Thanhoffer, stellvertretende Vorsitzende des pastoralen Vikariatsrates des Vikariats Stadt Wien, plädierte in ihrer Ansprache für eine Fortführung der liturgischen Erneuerung: „Es ist eine große Sehnsucht bei den Gläubigen nach lebendiger Liturgie vorhanden. Das II. Vatikanische Konzil muss daher weitergedacht werden. Wir nehmen dieses Erbe ernst und tragen diesen Auftrag in den verschiedenen Tätigkeiten würdig und lebendig weiter“. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden die zehn Gründungsmitglieder der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft für ihre 15-jährige Mitgliedschaft geehrt. Direktionsrat Stephan Mangi, ihr jahrelanger Schatzmeister, wurde für seine Verdienste mit dem Leopoldskreuz, dem Orden des Stiftes Klosterneuburg gewürdigt.

Den öffentlichen – mit dem Kath. Bildungswerk Wien gemeinsam ausgerichteten Teil der Jahresversammlung bildete ein Vortragsabend zum Thema „Kirche im Krieg“ ein. Der Hauptreferent, Militärbischof Dr. Werner Freistetter, sprach über die katholische Militärseelsorge und Liturgie im Ersten Weltkrieg.  Anschließend stellte Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher als Direktor des Pius-Parsch-Instituts das Forschungsprojekt „Kriegstagebuch von Pius Parsch 1915-1918“ vor: „Die ersten konkreten Impulse der Volksliturgischen Bewegung sind im 6 Bände umfassenden Kriegstagebuch von Pius Parsch zu entdecken“.

Der Abend endete mit einer lebhaften Diskussion über Kirche und Liturgie in Zeiten des Krieges und über den Auftrag des „Friedensprojekts Europa“.

 

Faszination Liturgie: 3. liturgiewissenschaftliches Symposion sowie 40. Priesterjubiläum und 65. Geburtstag von Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher Can.Reg.

Vom 2. bis 4. März 2018 stand das Stift Klosterneuburg ganz im Zeichen der liturgiewissenschaftlichen Forschung und liturgischen Feier. Namhafte theologische Experten und kirchliche Vertreter sind nach Klosterneuburg gekommen, unter ihnen Bischof Dr. Alois Schwarz und Nuntius Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, um sich im Rahmen des Dritten Liturgiewissenschaftlichen Symposions in Klosterneuburg über „die Liturgie als Anfang und Mitte der Theologie“ auszutauschen. Auch das 40. Priesterjubiläum und der 65. Geburtstag des Liturgiewissenschaftlers und Augustiner-Chorherren Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher wurde im Rahmen eines akademischen Festaktes gefeiert.

Die Veranstalter der Tagung waren die Theologische Fakultät Vallendar und das Pius-Parsch-Institut Klosterneuburg. Zum Abschluss und anlässlich seines 40. Priesterjubiläums feierte am Sonntag, den 4. März, Andreas Redtenbacher mit Propst Bernhard Backovsky und Weihbischof Helmut Krätzl eine Festmesse in der Stiftsbasilika. Die Predigt hielt der Liturgiereferent der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner OFM.

Nach dem Gottesdienst fand im Augustinussaal des Stiftes der akademische Festakt zur Übergabe der Festschrift für Andreas Redtenbacher anlässlich seines 40. Priesterjubiläums und 65. Geburtstags statt. Redner waren Univ.-Prof. Dr. Pacik, Bischof Krätzl, Propst Backovsky, Superintendent Horn (Evangelische Kirche A.B.), P. Winfried Bachler OSB (Österreichisches Liturgisches Institut) und Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager (Klosterneuburg). Im Rahmen des Festaktes überreichte die Dekanin der Theologischen Fakultät Vallendar, Univ.-Prof. Margareta Gruber, dem Jubilar die Festschrift: „Glauben feiern – Liturgie im Leben der Christen. Festschrift
für Andreas Redtenbacher“.
Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung war das bewegende Lebens- und Glaubenszeugnis von Univ.-Prof. Andreas Redtenbacher.

 

Liturgie, Sakramente und menschliche Entwicklung
 

Das Stift Klosterneuburg, das Katholische Bildungswerk der Erzdiözese Wien und die Liturgiewissenschaftliche Gesellschaft Klosterneuburg luden am 24. Jänner 2018 zu einem interessanten Vortrag mit dem Titel „Liturgie, Sakramente und die menschliche Entwicklung“ ein.

Am Anfang der Veranstaltung wurden 5 Mitglieder der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg für ihre 10-jährigen Mitgliedschaften mit dem Leopoldipfennig in Bronze geehrt. Die Gesellschaft bietet seit 2004 spirituelle Orientierung ebenso wie theologisch-liturgiewissenschaftliche Bildung, zeitgemäße kulturelle Angebote und ein Netzwerk für Information für liturgisch Interessierte.

Referent des Abends war der Arzt und Moraltheologe Ao. Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck von der Universität Wien. „Die Kirche muss bei den Menschen ansetzen. Gottesdienst und Liturgie bedeutet Menschendienst. Gott will uns dienen“, sagte Prof. Beck in seinem Vortrag.  Genauso hat er die Rolle des Heiligen, des heilenden Geistes in der Liturgie betont und auf die existenzielle und befreiende Dimension der Sakramente, so auch der Eucharistie in der Entwicklung des Menschen hingewiesen: „Es ist die Stunde der Spiritualität. Das Christentum ist eine heilende Religion und die Liturgie und Sakramente sind Heilmittel“.

Die Festveranstaltung im Augustinussaal des Stiftes stand unter der Moderation des Direktors des Pius-Parsch-Instituts Klosterneuburg Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher.

 

Nuntius Zurbriggen empfängt die Mitarbeiter des Pius-Parsch-Instituts

Am 28. April 2017 empfing der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen, die Leitung des Pius-Parsch-Instituts und der Liturgiewissenschaftlichen Gesellschaft Klosterneuburg in den Räumen der Wiener Nuntiatur, um sich über die Tätigkeit und den wissenschaftlichen Output des Instituts zu informieren. Erzbischof Zurbriggen führte durch sein Haus und erklärte die Geschichte der Nuntiatur. Liturgisch zeigte er sich ganz auf der Linie von Pius Parsch und der Liturgiereform des Konzils und interessierte sich vor allem für die zahlreichen Publikationen des Instituts. Er erkundigte sich detailliert über viele Aspekte der Arbeit und lobte die engagierte und effektive Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Abschließend ermutigte er die Teilnehmer, mit demselben Elan auf diesem guten Weg weiterzugehen.

Foto: Im Bild die Teilnehmer des Gesprächs, v.li.n.re.: Wiss. Assistentin Edina Kiss; Univ. Prof. Dr. Rudolf Pacik; Institutsleiter Univ.-Prof. Dr. Andreas Redtenbacher CanReg; Nuntius Erzbischof Dr. Stephan Zurbriggen; Wiss. Assistentin Lea Lerch; Bez.-Rat Walter Bergolth (Kuratorium); Vizepräsident Paul Provaznik (Kuratorium).