Pius Parsch, St. Gertrud Altar, Taufbild

für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie Klosterneuburg

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Pius-Parsch-Preis

Der Pius-Parsch-Preis 2021 geht an Lea Lerch

Die Jury hat die Dissertation von Lea Lerch unter dem Titel "Liturgie im gesellschaftlichen Umbruch. Romano Guardinis Reformtheologie im historischen Kontext der Weimarer Republik" für den Pius-Parsch-Preis 2021 ausgewählt. Die Arbeit wurde an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt eingereicht und von Prof. Dr. Benedikt Kranemann begleitet.

Die Dissertation bewegt sich nicht nur thematisch auf dem Kerngebiet der Ausschreibung des Pius-Parsch-Preises und behandelt Werk und Person von Parsch, sondern bezieht auch die historischen Kontexte der Liturgischen Bewegung ein. Dabei wird - wie der Titel schon anzeigt - das Hauptaugenmerk auf Romano Guardini gelegt, gleichzeitig aber mit Pius Parsch, Odo Casel und Josef Andreas Jungmann auch andere Protagonisten der Liturgischen Bewegung behandelt. 

Lea Lerch ist seit Februar 2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Davor war sie von 2013 bis 2020 Mitarbeiterin am Pius-Parsch-Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie Klosterneuburg und von 2012 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sie hat Katholische Theologie und Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau studiert und ihre Abschlussarbeit im Fach Liturgiewissenschaft verfasst.

Die Preisverleihung erfolgt virtuell am 4. Dezember 2021 um 19.30 Uhr durch Administrator Maximilan Fürnsinn. Der Link zur Teilnahme an der Zoom-Veranstaltung wird auf Anfrage an pius.parsch@stift-klosterneuburg.at gerne weitergegeben. Davor wird Prälat Fürnsinn um 18 Uhr in St. Gertrud eine Festmesse zum Jahrestag der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils feiern. Herzliche Einladung!

 

Der Pius-Parsch-Preis für wissenschaftliche Forschung mit dem Schwerpunkt Liturgische Bewegung dient der Förderung des theologischen, insbesondere des liturgiewissenschaftlichen Nachwuchses. Die Auszeichnung ist mit 6.000,- Euro dotiert und wird seit 2009 im Zweijahresrhythmus ausgelobt.

Der international renommierte Pius-Parsch-Preis ist die höchstdotierte liturgiewissenschaftliche Auszeichnung im deutschen Sprachraum. Die Stiftungsintention des seit 2009 im Zweijahresrhythmus ausgelobten Preises ist es, Nachwuchswissenschaftler zu fördern, theologische Forschungsthemen im Geist von Pius Parsch voranzutreiben, sowie liturgiewissenschaftliche Exzellenz anzuregen.

Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten von erheblichem Niveau, vorrangig Habilitationsschriften, Dissertationen, andere Monographien oder exzellente Lizentiats- oder Magisterarbeiten. Die eingereichten Studien sollen die Anliegen der Liturgischen Bewegung thematisieren. Arbeiten, die Werk und Person Pius Parschs behandeln, werden vorrangig berücksichtigt.
Die Studien sollen nicht älter als drei Jahre sein.

 

 

Bisherige Preisträger

2019

Dr. habil. Marco Benini: Liturgische Bibelhermeneutik. Die Heilige Schrift im Horizont des Gottesdienstes (Habilitation)

2017

Dr. Christian Stoll: Die Öffentlichkeit der Christus-Krise. Erik Petersons eschatologischer Kirchenbegriff im Kontext der Moderne (Dissertation)

Dr. Andreas Kaiser: Das lateinisch-deutsche Altarmessbuch (1965). Der vergessene Schritt in der Umsetzung der Liturgiereform (Dissertation)

2015

Dr. Guido Pasenow: Heinrich von Meurer (1888-1953) – Ein Förderer und Wegbereiter der liturgischen Erneuerung in Deutschland (Dissertation)

2013

Dr. Andreas Bieringer: „A halfway-house to aggiornamento?” Die ersten muttersprachlichen Messbücher in den USA (1964–66) (Dissertation)

Dipl.-Theol. Michael Schneiders: Tauftheologie und Taufpraxis in der vorkonziliaren liturgischen Bewegung bei Pius Parsch (Diplomarbeit)

2011

Dr. Josef Keplinger: Der Vorstehersitz – Studie über die Verortung liturgischer Vorstehung im Spannungsfeld von Funktionalität und theologischer Zeichenstruktur (Dissertation)

2009

Dr. Eugen Daigeler: „Die Seele ist von Natur aus liturgisch“ – Liturgische Bildung als Weg zur tätigen Teilnahme am Gottesdienst am Beispiel des Wirkens von Pius Parsch (Diplomarbeit)

 

Pius-Parsch-Preisverleihung 2019