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Drittes Liturgiewissenschaftliches Symposion Klosterneuburg: "Sakramentale Feier und theologia prima - Der Vollzug der Liturgie als Anfang und Mitte der Theologie"

02.03.18

2 - 4. März 2018. Im Stift Klosterneuburg

 

 

<<Folder und Anmeldung>>

Ziel und Thematik des Symposions:

Mitte und Kerngeschäft des Lebens christlicher Gemeinden ist und bleibt die Feier der Liturgie. Nach „Sacrosanctum Concilium“, der Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils, „ist die Liturgie der Höhepunkt (culmen), dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle (fons), aus der all ihre Kraft strömt“ (SC 10). Aus demselben Bewusstsein hat der hl. Benedikt auch klösterlichen Gemeinden ins Stammbuch geschrieben: „Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden“ (RB 43,3). 

Unter den vielfältig volatilen Bedingungen der Gegenwart drängt der bleibende Grundauftrag einerseits dazu, mit niederschwelligen und neuen liturgischen Formaten auch über die Ränder des christlichen Kernmilieus für die säkularisierte Gesellschaft gottesdienstlich anschlussfähig zu bleiben. Zugleich jedoch wird je länger je mehr bewusst, wie sehr christliche Glaubensidentität inmitten der säkularen Welt angewiesen bleibt auf einen spirituell tiefen und theologisch verantworteten Vollzug der sakramental- ursprünglichen Begegnung mit Gott im Kern genuin kirchlicher Liturgie.  Auch wenn man der berechtigten Meinung ist, das eine tun ohne das andere lassen zu müssen, zeigen pastoralsoziologische Untersuchungen auf: Gemeinden wachsen und verdunsten nicht, wo sie sich bewusst um den Liturgievollzug aus der authentischen Mitte des Sakramentalen bemühen und von dort her ihr Leben gestalten: Liturgie führt  überzeugend dann auch zur Diakonie des Lebens und strahlt „missionarisch“ aus – jenseits aller strategischer Strukturreformen.

Eine solche Praxis setzt voraus, sich heute neu der theologischen Grundlagen der sakramentalen Feier zu vergewissern – eine Herausforderung nicht nur für die Liturgiewissenschaft, sondern auch für die anderen Disziplinen der Theologie. Wenn der „heiße Kern“ der Liturgie die im Feiervollzug den Menschen verwandelnde Gnade und Selbstgabe Gottes ist, ist sie zugleich seine Offenbarung im Heute dieses Geschehens. Daher steht der gefeierte Glaube im Ursprung auch der theologischen Reflexion dieses Glaubens: Liturgie ist daher „theologia prima“ -  westkirchlich schon deutlich im Axiom „lex orandi – lex credendi“, ostkirchlich noch deutlicher im Selbstverständnis der Theologie als entfaltende Fortführung der Doxologie der Liturgie.

Das liturgiewissenschaftliche Symposion: Sakramentale Feier und theologia prima: der Vollzug der Liturgie als Anfang und Mitte der Theologie“ will im Gespräch der theologischen Disziplinen den folgenreichen Konsequenzen dieses Themas nachspüren:

  • für die theologischen Fächer  als deren „integrative Mitte“,
  • für das Selbstverständnis der Liturgiewissenschaft,
  • für die liturgiepastorale Praxis,
  • für die spirituelle Dimension des gelebten Glaubens. 

Dafür bietet das historisch, wissenschaftlich und liturgiegeschichtlich renommierte Augustiner Chorherrenstift Klosterneuburg den gastfreundlichen und inspirierenden Rahmen.  

Eingeladen sind besonders:                                                                                            

  • die Vertreter der liturgiewissenschaftlichen Lehrstühle und ihre Mitarbeiter
  • andere Liturgiewissenschaftler
  • interessierte Studierende der Theologie
  • die Liturgieverantwortlichen und -referenten der Bistümer
  • die Vorsitzenden und Mitglieder von liturgischen Kommissionen und Gremien
  • Bischöfe und Ordensobere
  • die Pastoralämter und ihre Mitarbeiter/innen
  • die Vertreter kirchlicher Bildungseinrichtungen
  • Priester, Diakone, Ordenleute
  • Gemeinde- und Pastoralreferenten, Pastoralassistenten und Religionslehrer
  • Mitarbeiter aus den Pfarrgemeinden
  • alle Liturgieinteressierte

Programm:

Freitag, 2. März 2018

15:00 - 18:00

Registrierung und Quartiernahme

18:00

Abendessen

19:00

Propst  Bernhard Backovsky CanReg (Klosterneuburg): Begrüßung

 

Dekanin Prof. Dr. Margareta Gruber OSF (Vallendar): Eröffnung

19:30

Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz (Gurk-Klagenfurt): Erfahrungsnahe Liturgie in sinnstiftenden Feiern: "...wir essen Brot, aber wir leben vom Glanz" (Hilde Domin) 

Samstag, 3. März 2018

8:00

Laudes und Frühstück

9:00

Markus Schulze SAC (Vallendar): Dogmatische Erkenntnis aus der Liturgie

10:00

Winfried Haunerland (München): Liturgiewissenschaft als Hermeneutik gottesdienstlichen Handelns. Zur theologischen Valenz des gefeierten Glaubens  

11:00

Joachim  Schmiedl ISch (Vallendar): Kontroverse Diskussionen über Sakramente auf dem II. Vatikanum

12:00

Sext und Mittagessen

13:30

Alexander Zerfaß (Salzburg): Lectio – meditatio – oratio. Liturgische Schrifthermeneutik als Angelpunkt einer theologia prima

14:30

Margareta  Gruber OSF (Vallendar): Abba – im Geist des Sohnes beten. Annäherungen an den Gebetsglauben Jesu           

15:30

Edward Fröhling SAC (Vallendar):  Weisheitliche Theologie als Akt der Gottes-Verehrung

16:30

Rudolf Prokschi (Wien): Liturgisches Feiern im byzantinischen Ritus – Zentrum und Mitte des Glaubens und der orthodoxen Spiritualität.

17:30

Kulturhighlights Stift (parallele Angebote)

18:30

Abendessen

19:30

Holger Zaborowski (Vallendar): Gott denken und Gott feiern. Zum Verhältnis Philosophie-Theologie-Liturgie

20:15

Hans- Jürgen Feulner (Wien):  Abschlussdebatte - Einleitung und Moderation

Sonntag, 4. März 2018

8:00

Frühstück

9:00

Eucharistiefeier (Stiftsbasilika) zum 40. Priesterjubiläum und 65. Geburtstag von Andreas Redtenbacher CanReg,

 

Es predigt der Liturgiereferent der Österr. Bischofskonferenz Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM

10:30

Akademischer Festakt  (Augustinussaal):

 

Rudolf Pacik (Salzburg): Laudatio

 

George  Augustin SAC (Vallendar): Überreichung der Festschrift          Grußworte

 

Andreas Redtenbacher CanReg (Klosterneuburg-Vallendar): Mein Weg zur Liturgiewissenschaft:  Dank und Lebenszeugnis

12:30

Agape

 

Organisatorische Hinweise:                                                                                               

1. Das Tagungsbüro befindet sich  im Pius - Parsch - Institut, Stiftsplatz 8/3.

2. Die Räumlichkeiten des Stifts bieten im Verein mit seinem modernen Kulturauftritt den inspirierenden Gesamtrahmen für die Vorträge und das Begleitprogramm des Symposions:  Alle Vorträge finden im Augustinussaal des Stiftes statt, das Tagzeitengebet in der Stiftsbasilika.

3. Mahlzeiten: Das Frühstück wird im Stiftsrefektorium eingenommen, die anderen Mahlzeiten im Stiftskeller.

4. Publikationen:  Alle sind eingeladen, Publikationen aus ihrer eigenen Feder oder Herausgeberschaft im Augustinussaal auf einem Büchertisch auszulegen und bekanntzumachen (ggf. mit eigener Bestellliste).

5. Tagungsband: Die Ergebnisse des Symposions werden in einem eigenen Dokumentations-band der Reihe „Pius - Parsch  Studien“ veröffentlicht.

6. Übernachtung und Logis: Wir bitten, die Buchung rechtzeitig in einem der Hotels im Stadtzentrum Klosterneuburg selbst vorzunehmen und eventuelle dort erfolgte Konsumationen zu begleichen. Eine große Auswahl an Möglichkeiten finden Sie mit allen erforderlichen Angaben unter: www.uebernachtung.klosterneuburg. Für Referenten des Symposions werden die Übernachtungen zentral organisiert.  

Anreise:

(a) Wer mit dem Flugzeug (Airport VIE, Schnellbahntransfer nach Wien-Mitte) oder der Bahn anreist, fährt mit der U-Bahnlinie U4 in Richtung Endhaltestelle Wien-Heiligenstadt und nimmt von dort den Bus bis Klosterneuburg-Niedermarkt. Von hier sieht man das Stift und geht wenige Minuten zu Fuß.

(b) Man kann auch vom „Franz-Josefs-Bahnhof“ in Wien den Zug direkt zur Station Klosterneuburg-Kierling (ebenfalls am Niedermarkt) nehmen. Von hier sieht man das Stift und geht zu Fuß weiter.

(c) Wer mit dem Auto anreist, zielt die Stadt Klosterneuburg im Nordwesten von Wien an (West-Autobahn über Salzburg und St. Pölten; Süd-Autobahn über die Stadttangente und  den Handelskai an der Donau bis zur Abzweigung Klosterneuburg). Von Wien kommend befindet sich am Kreisverkehr nach links unmittelbar vor dem Stiftsgebäude die Einfahrt in die Tiefparkgarage des Stiftes.

Anmeldung:                                                                                                                         

Tagungskosten: 130,00 €

Der Tagungsbeitrag kann elektronisch oder bar zu Beginn des Symposions im Tagungsbüro entrichtet werden. Er umfasst die Kosten für den organisatorischen Aufwand und die entsprechenden Unterlagen, die Mahlzeiten, Getränke und Cafe, sowie die Kosten für das kulturelle Begleitprogramm.  Referenten sind frei.

Ermäßigung für Studierende: gegen Nachweis kann um eine Ermäßigung nachsucht werden, deren Höhe von der Anzahl der Ansuchen abhängt. Das Ansuchen muss jedoch schon bis spätestens 9. Februar gemeinsam mit der definitiven Anmeldung am PPI eingegangen sein, dann werden die Teilnehmer über die Höhe der Ermäßigung informiert.

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